Im Juli fand in Mazedonien das 14. Europäische Laienseminar statt. 35 Ehrenamtliche aus 12 Nationen und unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen nahmen teil und wurden schnell eine von Gottes Geist getragene Gemeinschaft. Die Konferenzsprachen Englisch, Deutsch und Russisch waren dabei Dank guter Dolmetscher kein Hindernis.

Power to be free!

Nach Mazedonien führte der Weg von Paulus inspiriert. Dabei wurde die Frage gestellt: Was bedeutet Freiheit und wie verändert sie unser Leben? Als Dozenten waren Wilfried Röcker, Leiter des Bildungswerks der EmK Deutschland, Dr. Üllas Tankler (Estland), Europabeauftragter des General Board of Global Ministries New York und Wilfried Nausner (Österreich), Superintendent von Macedonien/Albanien dabei. Es ging um Gottesbegegnung, um Berufung und Sendung, um Freiheit wovon und wozu. Uns beschäftigte der Beziehungsverlust durch Machtdenken und verhärtete Herzen und die Frage, wie wir in unseren Gemeinden frei von Ängsten und Zwängen wachsen und handeln können. Ergänzend gab es Referate über Chancen und Grenzen persönlicher und kollektiver Freiheit.

Eine Exkursion führte in die EmK-Gemeinde in Pogradec, Albanien, einem Land mit 35% Arbeitslosigkeit. Die Delegation wurde mit inspirierender Fröhlichkeit empfangen. Es war eine mehr als beeindruckende Erfahrung, von Menschen, die selbst wenig haben, zum Singen und Tanzen angesteckt zu werden. Erstaunlich die Projekte, die dort entstanden sind: Ein Treffpunkt für Menschen mit Handicap direkt in der Stadt oder ein Projekt, bei dem arbeitslose Frauen mit Nähen und Verkauf modischer Stofftaschen ihre Situation verbessern.

Was bleibt?
Sicher die Gewissheit, dass wir europaweit verbunden sind in dem einen Geist Gottes, der mit uns unterwegs ist. Und auch ein neues Verständnis davon, dass er uns beruft und sendet, dorthin wo Jesus selbst gehen wollte. Es wird eine Herausforderung bleiben, bei denen zu bleiben, die Not leiden und auf der Suche sind, um als Nachfolger Christi zu heilen und zu beten. Die Einsicht, dass es dafür die Bereitschaft zu Veränderung und Offenheit unserer Herzen braucht, hilft uns, unsere Freiheit neu zu entdecken und mit den Wünschen anderer anders umzugehen.

Zuletzt bleibt der Wunsch, die Erfahrungen in unsere Gemeinden zu tragen, aber auch die Freude auf ein Wiedersehen beim 15. Europäischen Seminar für Ehrenamtliche.

25.07.2015, Carmen Huber