Seminar für ehrenamtlich Mitarbeitende in Tallinn, Estland

In Tallinn trafen sich vom 5. - 10. August 41 Frauen und Männer zwischen 18 und 77 Jahren. Beim Seminar für ehrenamtlich Mitarbeitende tauschten sich die Teilnehmenden über den Stand der Dinge in ihren methodistischen Kirchen aus.

Das Seminar stand unter dem Thema "It´s not easy, being honest about life and God!", auf Deutsch: "Es ist nicht einfach, ehrlich zu sein gegenüber dem Leben und Gott." Jeder Tag stand unter einem anderen Aspekt der Ehrlichkeit: im Allgemeinen, den Glauben betreffend oder im Umgang mit Angst, Ärger und Verschiedenheit sowie im Kommunikationsverhalten.

Gut strukturiert war der Tagesablauf: Singen, beten, Bibelauslegungen und ungemein interessante Berichte der Hauptamtlichen, die hinterher in Gesprächskreisen diskutiert wurden, eröffneten die Tage. Die Nachmittage gliederten sich in Ausflüge und Länderberichte.

Ein Ausflug führte uns zu einem beeindruckenden Projekt: dem Children Center Lighthouse (www.lastekeskus.ee). Es handelt sich dabei um eine methodistische Tagesstätte für vernachlässigte Kinder, die es im Leben besser haben sollen als ihre Eltern.

Die Stadt Tallinn wurde uns durch geführte Rundgänge nahegebracht. Sie ist wunderschön, geschichtsträchtig, wirtschaftlich auf den Hafen ausgerichtet. Ein Extra-Bonbon stellte die Einladung ins EU-Kongresszentrum dar, wo in diesem Jahr die Tagungen unter der estnischen Ratspräsidentschaft stattfinden.

Die Berichte aus den Ländern zeigten deutlich die unterschiedliche Entwicklung der EmK in Europa. Während Mitteleuropa eher über Mitgliederschwund besonders unter jungen Leuten klagte, zeigten uns die osteuropäischen Geschwister Bilder und Videos mit unzähligen fröhlichen Kindern und Jugendlichen. 

Die Teilnehmer stammten aus 16 Nationen: Albanien, Deutschland, Estland, Italien, Lettland, Mazedonien, Nord Irland, Norwegen, Rumänien, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, Ukraine, Ungarn USA. Ein babylonisches Chaos wurde durch Übersetzung vermieden. Gemeinsame Gebete wurden jedoch durchaus in den jeweiligen Muttersprachen gesprochen, so dass das Wehen des Heiligen Geistes zu spüren und zu hören war.

Sabine Bethke-Bunte, EmK-Bezirk Heilbronn