Voll wertvoll!

»ZU LIEBEN sind wir da«

160 Leute trafen sich am 12. Januar in der Hoffnungskirche. Bischöfin i.R. Rosemarie Wenner meinte, dass der Name der Stuttgarter Kirche zum Programm für die Generalkonferenz werden könnte. Dort soll im Februar zwischen drei möglichen Wegen in die Zukunft entschieden werden. Die Fragestellung lautet: wollen wir als Kirche in Zukunft homosexuelle Paare segnen und sollen in Zukunft Personen, die in einer homosexuellen Partnerschaft leben für den Dienst in der Kirche ordiniert werden? In der weltweiten evangelisch-methodistischen Kirche sind diese Fragen sehr umstritten.

David Field, Leiter der Methodist E-Academy und Rosemarie Wenner waren Mitglieder einer internationalen Kommission, die der Generalkonferenz diese drei möglichen Wege vorstellen wird. In der Hoffnungskirche berichteten sie von ihrer Arbeit in dieser Gruppe, vom Respekt, der in dieser Zeit gewachsen ist und den Gründen, warum es wichtig ist, als Kirche zusammen zu bleiben, auch wenn man hier unterschiedlicher Meinung ist. David Field hat dazu ein Buch verfasst. Es wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und trägt den Titel: „Zu lieben sind wir da – der methodistische Weg, Kirche zu sein.“ In der Hoffnungskirche stellte er den Aufbau des Buches vor und wie damit in Hauskreisen und Kleingruppen oder bei einer Gemeindefreizeit gearbeitet werden könnte. Die Liebe weist uns gerade auch in Auseinandersetzungen den Weg, um respektvoll miteinander umgehen zu können. Wilfried Röcker berichtete von den Ergebnissen einer Weiterbildungszeit. Er untersuchte das gesamtgesellschaftliche Phänomen, dass immer seltener in offener und interessierter Weise über unterschiedliche Positionen diskutiert und gestritten wird. Immer mehr sind Auseinandersetzungen von einer gereizten Stimmung geprägt, die eine wirkliche Begegnung unmöglich macht. Der Tag gab hoffnungsvolle Impulse und war geprägt vom intensiven Austausch. Wenn wir auf diese Art, die Fragen bearbeiten, die sich uns nach der Generalkonferenz stellen, dann ist wirklich ein Hoffnungszeichen gesetzt.

Am 2. Februar gibt es einen weiteren Tag zu diesem Thema. Das Forum für sozialdiakonische Ethik lädt zur Diskussion nach Halle ein: Wo könnte der Kompromiss liegen? Was muss unbedingt beachtet werden? Welche Bedürfnisse gibt es bei den verschiedenen Positionen? Findet sich eine Regelung, mit der bis zur endgültigen Klärung alle klarkommen würden?

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Plenum in der Stuttgarter Hoffnungskirche
Plenum in der Stuttgarter Hoffnungskirche
Bischöfin i.R. Rosemarie Wenner
Bischöfin i.R. Rosemarie Wenner
David Field, Leiter der Methodist E-Academy
David Field, Leiter der Methodist E-Academy
Wilfried Röcker, Leiter EmK-Bildungswerk
Wilfried Röcker, Leiter EmK-Bildungswerk
Gesprächsgruppe beim intensiven Austausch
Gesprächsgruppe beim intensiven Austausch