Hilfe braucht den langen Atem

Viele Helferinnen und Helfer wissen: Flüchtlingsarbeit braucht Kontinuität. Integration ist ein langer Weg. Menschen brauchen verlässliche Beziehungen.

Die meisten Hilfsgruppen haben sich aber spontan in einer Art »Erste-Hilfe-Aktion« gebildet. Nach einiger Zeit wird deutlich, dass die Dynamik einer neu zusammengestellten Hilfsgruppe nicht unbeachtet bleiben darf. Es braucht Zeit für Absprachen, Austausch über Erfahrungen, Diskussion über eine gemeinsame Haltung zu bestimmten Fragen und eine tragfähige Streitkultur.

Professionelle Hilfsorganisationen und Rettungsstationen haben darum Supervision. Sie besprechen dort ihre regelmäßige Arbeit und außergewöhnliche Ereignisse. Sicher wird es in einer ehrenamtlichen Gruppe Stimmen geben, die behaupten, dass es wichtiger sei, die wenige Zeit, die man hat, für die Begleitung der Flüchtlinge zu nutzen. Sie sollten sich davon nicht abhalten lassen, Supervision für eine gelingende Teamarbeit vorzuschlagen.

In jeder Region gibt es dafür kompetente Menschen mit einer Supervisionsausbildung. Auch aus dem Team der Gemeindeberatung der SJK haben sich manche bereit erklärt, Gemeindegruppen zu begleiten. Wenn Sie Hilfe bei der Vermittlung brauchen, schreiben sie an fluechtlingsarbeit(at)emk.de. In manchen Bundesländern wird Supervision in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit auch finanziell gefördert.

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