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Seminare für Ehrenamtliche in der Verkündigung

Nichts ist für die christliche Frömmigkeit so prägend wie das Vaterunser.

Jesus selbst hat es dem Matthäus- und Lukasevangelium folgend für seine Jüngern formuliert (Mt 6,9-13; Lk 11,2-4): „So sollt ihr beten …“. Als Worte des Sohnes Gottes haben sie höchste Autorität und sind zugleich eingängig und lebensnah, keine abstrakte Lehre, sondern einfache Worte voller Tiefgang. Das Vaterunser ist Norm und Ideal fürs Beten, individuell und als Gemeinschaft. Es verbindet Christinnen und Christen aller Zeiten und aller Orte miteinander – ein Fakt, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Doch so prägend wie das Vaterunser für die Frömmigkeit des Christentums durch die Jahrhunderte war, so prägend waren auch die Kontexte und Frömmigkeitsformen für den Gebrauch und das Verständnis des Vaterunsers. Zu allen Zeiten betete man das Herrengebet, jedoch immer wieder in unterschiedlicher Weise. Zu allen Zeiten beschäftigte man sich mit dem Herrengebet, predigte über es und legte es aus, jedoch immer wieder mit unterschiedlichen Akzenten und Pointe.

Der Online-Fachtag setzt genau bei dieser Vielfalt der Umgangsmöglichkeiten mit dem Vaterunser an. Wenn wir uns fragen, wie wir das Vaterunser heute verstehen und beten können, welche Anregungen für Gemeinden und individuelle Spiritualität es geben kann, dann lohnt ein Umweg über die Geschichte: Wie wurde es von Menschen verschiedener Kontexte und Jahrhunderte gebetet? Was verbanden sie mit dem Zentralgebet der Christenheit und wie haben sie es verstanden?

Jonathan Reinert, Professor für Kirchengeschichte und Ökumenik an der Theologischen Hochschule Reutlingen, gibt einen exemplarischen Einblick in die Geschichte des Vaterunsers:  Von der ältesten erhaltenen Auslegung Ende des 2. Jahrhunderts und der Tradition der Wüstenväter über Bilder und Gebetsweisen des Mittelalters sowie Anregungen zur praktischen Frömmigkeit aus der Reformationszeit bis zu den Lehrpredigten John Wesley in der Zeit des entstehenden Methodismus.

In Arbeitsgruppen kann man sich sodann vertieft mit einzelnen Quellen beschäftigen. Außerdem gibt es Raum für Gespräche und Fragen – immer im Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Lassen Sie sich inspirieren von der reichen Geschichte des Glaubens und Betens seit Jesus uns einlud zu sprechen: „Vater unser im Himmel“.

Ablauf des Online-Fachtages

Vormittag, 6. Dezember (10 bis 12 Uhr)

Überblick

  • Begrüßung und Einstieg
  • Vortrag, Fragen und Gespräch:
    „Eine kurze Geschichte des Vaterunser”, unterbrochen je Abschnitt (Alte Kirche, Mittelalter, Reformation, Methodismus)
    durch die Möglichkeit von Fragen und Gesprächen

Nachmittag, 6. Dezember (13 bis 15 Uhr)

Vertiefung

  • in Arbeitsgruppen:
    Lektüre von ausgewählten Quellen (wurden im Vortrag vorgestellt) & Austausch darüber 
  • im Plenum:
    gehobene Schätze aus den Quellen teilen und offene Fragen 

Für den Fall der Fälle: Segen - Rituale – Übergänge

Theologische Hochschule Reutlingen

Neue passende Rituale zu neuen Anlässen zu gestalten, birgt besondere Herausforderungen. Gleichzeitig sind klassische Kasualien aufgrund der Besonderungswünsche komplizierter geworden. Eine Fortbildung der Fachkommission Gottesdienst und Agende der Evangelisch-methodistischen Kirche Deutschland gemeinsam mit der Theologischen Hochschule Reutlingen.

Zielpublikum: Pastor:innen (auf Probe), Lokalpastor:innen, Ehrenamtliche und Studierende

Termin: 27.04.2026, 15:00 Uhr bis 30.04.2026, 13:00 Uhr
Ort: Theologische Hochschule Reutlingen, Friedrich-Ebert-Str. 31, D-72762 Reutlingen
Leitung: Maximilian Bühler, Annette Gruschwitz, Birgitta Hetzner, Anke Neuenfeldt
Anmeldung bis 15.3.2026 an:  form.jotform.com/252942655216056
Rückfragen an: annette.gruschwitz(at)emk.de, birgitta.hetzner(at)emk.de
Tagungskosten: 150 € (beinhaltet Tagungspauschale, Mittagessen, Snacks).

Info-Flyer (PDF)